Von Bagdad bis Buones Aires
Ein neues Orchester stellt sich vor: Das Junge Ensemble Flensburg gibt in der Kulturkirche St. Laurentius sein erstes Konzert.
Das Junge Ensemble Flensburg ist ein Projektorchester der Abteilung Musik der Europa-Universität Flensburg. Es bringt junge Musikerinnen und Musiker aus der Region zusammen – Studierende ebenso wie Schülerinnen und Schüler der Oberstufe – und arbeitet in konzentrierten Probenphasen auf ein gemeinsames Ziel hin. Nach zwei intensiven Probenwochenenden tritt das Ensemble unter der Leitung von Shaul Bustan erstmals vor Publikum.
Das Programm trägt den Titel „Von Bagdad bis Buenos Aires“ und ist als musikalische Entdeckungsreise angelegt. François-Adrien Boieldieus Ouvertüre zu „Le calife de Bagdad“ führt in das Paris um 1800 und dessen Faszination für den Orient. Antonio Rosettis Sinfonie g-Moll stellt einen heute zu selten gespielten Zeitgenossen Mozarts vor. Mit „Solstice“ der türkischen Komponistin Ceren Türkmenoğlu kommt eine Stimme der Gegenwart hinzu, die europäische und anatolische Klangwelten verbindet.
Der zweite Teil des Abends führt weiter nach Süden und Osten: Astor Piazzollas „Oblivion“ mit seiner melancholischen Kantilene, Béla Bartóks „Rumänische Volkstänze“ in ihrer knappen, tänzerischen Energie und schließlich Nicola Piovanis oscarprämierte Musik zu „La vita è bella“.
Ein Programm über Grenzen hinweg – das Konzert wird am 19. November in Flensburg wiederholt.
Programm
François-Adrien Boieldieu – Ouvertüre zu „Le calife de Bagdad“
Ceren Türkmenoğlu – „Solstice“
Antonio Rosetti – Sinfonie g-Moll
Astor Piazzolla – „Oblivion“
Béla Bartók – Rumänische Volkstänze Sz. 68
Nicola Piovani – „La vita è bella“
Junges Ensemble Flensburg · Leitung: Shaul Bustan